
Ein Anfang in Beziehung
Ich bin in Berlin aufgewachsen, als Einzelkind bei meiner Mutter, in einem warmen, behüteten Umfeld. Es war eine gute Kindheit, getragen von Beziehung, Verlässlichkeit und einem frühen Gefühl dafür, dass Menschen mehr sind als das, was sie nach außen zeigen.

Früh gelernt:
Verantwortung ist nichts Abstraktes!
Schon in jungen Jahren habe ich mich ehrenamtlich engagiert, zunächst als Sanitäter und Jugendgruppenleiter im Deutschen Jugendrotkreuz, später in der Landesleitung. Dort ging es mir nicht nur um Erste Hilfe, sondern darum, jungen Menschen Gehör zu verschaffen, ihnen soziale Verantwortung nahezubringen und Gesundheit als etwas Lebendiges und Gestaltbares zu vermitteln – national und international.
Diese Zeit hat meinen Blick dafür geschärft, dass persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören.

Der Wunsch zu verstehen
Mein beruflicher Weg führte mich zunächst über Sozialpädagogik und dann in das Psychologiestudium. Ich wollte verstehen, weshalb Menschen leiden, weshalb sie sich verändern oder eben nicht. Für die Arbeit in der Psychiatrie war ich damals noch nicht bereit. Ich habe eine Auszeit genommen, bin ins Ausland gegangen und habe mehrere Jahre im Tourismus gearbeitet. Diese Zeit hat mir Weite, Abstand und eine andere Perspektive auf das Leben geschenkt.

Körper ja, aber bitte nicht getrennt vom Rest
Zurück in Deutschland begann ich ein Sportwissenschafts-Studium und merkte, dass mir etwas Entscheidendes fehlte: die Verbindung zwischen Körper, Psyche und Lebensweise. Ich hatte Praxis, aber keine stimmige Landkarte, die all das zusammenhält. Mein Studium habe ich mit Jobs als Tänzer, als Fitness-Presenter und als Consultant verdient.

2008: Der Moment, der alles verschoben hat
Der Wendepunkt kam 2008. Ich litt an Asthma und stand nach vielen schulmedizinischen Versuchen vor der Entscheidung, dauerhaft Kortison zu nehmen. Das fühlte sich für mich nicht richtig an. In einer Fernsehsendung sah ich zufällig einen Beitrag über Ayurveda. Ein Proband mit ähnlichen Beschwerden wurde dort begleitet. Ich begann, meine Ernährung und Lebensweise umzustellen und war nach etwa sechs Monaten beschwerdefrei, ohne Medikation. Und das bis heute.

Was Ayurveda in mir getroffen hat
Was mich daran so tief bewegt hat, war nicht nur die Wirkung, sondern die Logik dahinter: Gesundheit nicht als Reparatur, sondern als Beziehung. Als Zusammenspiel von Körper, Nervensystem, Denken, Fühlen und Lebensrhythmus.

Corona: Raum, der plötzlich da war
Während der Corona-Zeit entstand plötzlich Raum. Keine Workshops, keine Seminare, weniger Bewegung im Außen. In dieser Phase bin ich auf die Ausbildung zum Psychologischen Ayurveda Berater gestoßen, bei Bastian Wittig im Ayurveda Campus in Schwerin. Ich habe begonnen und schnell gemerkt: Das trifft etwas in mir. Ich war berührt, begeistert und bin geblieben. Zwei Jahre Ausbildung zum Ayurveda-Therapeuten sowie zahlreiche Fortbildungen folgten.
Ayurveda hat mir einen inneren Rahmen gegeben, den ich lange gesucht hatte: klar, tief und menschlich zugleich.

Weshalb Männer heute ein Schwerpunkt sind
Ein besonderer Fokus meiner Arbeit liegt heute auf Männern, weil ich selbst erlebt habe, wie eng die Bilder sind, in denen viele Männer leben: stark sein, funktionieren, nicht fühlen, nicht zweifeln. Und wie heilsam es ist, wenn diese Enge aufbricht. Wenn ein Mann sich selbst begegnet ohne Bewertung. Wenn Tränen fließen dürfen. Wenn jemand merkt: Ich darf Mensch sein.
Gleichzeitig begleite ich Frauen und Männer gleichermaßen, überall dort, wo Menschen sich selbst wieder näherkommen, ihren Körper besser verstehen und einen stimmigeren Umgang mit sich und ihrem Leben finden wollen.

Was mich selbst geformt hat
Meine eigenen Erfahrungen mit Essstörung, Krebs, zwei Burnouts und einer schweren Depression haben mich gelehrt, dem Leben anders zu begegnen. Nicht als etwas, das optimiert oder weggemacht werden muss, sondern als etwas, das verstanden, angenommen und gestaltet werden will. Diese Erfahrungen sind kein Makel meiner Geschichte. Sie sind ihr Fundament.

Wie ich heute arbeite
Heute begleite ich Menschen nicht, um sie zu verändern, sondern um mit ihnen hinzuschauen. Um Zusammenhänge sichtbar zu machen. Um Orientierung zu geben. Und um Räume zu öffnen, in denen Menschen sich selbst wieder spüren und ernst nehmen können.

Events & gemeinsame Momente
Musik, Bewegung und das Bedürfnis, andere groß zu machen, gehören seit jeher zu meinem Leben. Deshalb entstehen neben der 1:1-Begleitung immer wieder Räume für echte Begegnung: Workshops, Events, Retreats sowie Aus und Fortbildungen.